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Bewertung für Jagdschloss Granitz
18609 Ostseebad Binz
Rügen
Deutschland
Tel.: +49 38393 663814
Von tom.beer, männlich, 31 Jahre - 13.09.2007
Südlich von Binz, inmitten altehrwürdiger Buchen, befindet sich das Jagdschloss Granitz. Es wurde an der höchsten Stelle im Südosten der Insel Rügen, auf dem 109 m hohen Tempelberg erbaut. Vor der Errichtung des Schlosses stand dort ein achteckiges, dreigeschossiges Fachwerktürmchen, erbaut um 1725. Nachdem es baufällig geworden war, wurde es 1810 abgerissen.
In den Jahren 1836 bis 1846 nach Plänen von Steinmeyr gebaut, ist es ein kastellartiger Bau mit vier runden Ecktürmen und dem 38 m hohen Mittelturm (1844 Entwurf von Schinkel). Die Innenwand des Turms umlaufend, führt eine gusseiserne, mit Ornamenten durchbrochene Wendeltreppe 154 Stufen hinauf bis zur Plattform, von der man eine grossartige Aussicht über weite Teile Rügens geniesst.
Diese Wendeltreppe ist wirklich nichts für schwache Nerven. Für Kinder ist diese Treppe auch kaum geeignet, da die Gefahr besteht durchs Geländer zu rutschen.
Aber die Aussicht lohnt sich!
Bei jeder Viertelwendung ändert sich das Bild. Man erblickt das graugrüne Meer, in das sich die vierzackige Halbinsel Mönchgut, das bewaldete Jasmund und Wittow mit seinem weißschimmernden Vorgebirge Arkona weit hineinschieben. Südlich sieht man über dem Greifswalder Bodden mit den Inseln Vilm und Ruden die Küste von Usedom schimmern. Im Westen tauchen über Putbus mit seinen weißleuchtenden Häusern die hohen Kirchtürme Stralsunds und Greifswalds auf. Nach Norden und Nordwesten schweift der Blick über eine weite Ebene, aus deren Mitte die Kreisstadt Bergen mit seine alten Kirche hervorragt. Östlich davon erhebt sich auf dem Rugard der Arndt-Turm.
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