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Alle Bewertungen für The Westin Bellevue
Große Meißner Straße 15
01097 Dresden
Sachsen
Deutschland
Tel.: +49 351 8050
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Von alterSachse - 05.01.2008
Der Begrüßungscoktail hatte eine interessante Farbe und war geschmacklich abgerundet gut.
Auch die Gäste waren angenehm. Trotz der auf allen Tischen stehenden Aschenbecher traf man sich zum Rauchen immer im Foyer.
Die runden 10-er Tische ließen sicher nicht nur bei uns eine angenehme Atmosphäre zu.
Auch die Mischung der Gäste war gut gewählt. Wir saßen mit Preußen, Schwaben, Niedersachsen, Sachsen, Thüringern und Schlesiern am Tisch. Alles sehr nette Gesprächspartner.
Das versprochene 3-Gänge Menü konnte man mit etwas Phantasie auch zum 5-Gänge Menü aufwerten.
Der Auftakt war das wunderbar frische und würzige Brot mit echter Butter (zu Hause gibts gesundheitsbewußte Öko-Magarine) .
Die Begrüßung vom Marketing mit „Amuse-Bouche\" und vom Küchenchef auf der Karte als „Amuse-Gueule\" bezeichnetem geräuchertem Seeteufel in Gazpacho war gut zusammen- gestellt und sehr schmackhaft.
Dieser auch als Gruß aus der Küche bezeichnete Happen heißt wörtlich übersetzt „Freude für den Mund\" und „Freude für das Maul\", raten Sie welche Abteilung welchen Begriff verwendet.
Die eigentliche Vorspeise
Brust und Keule von der Wachtel mit sautierten Pilzen im Kartoffelnest hielt alles was der Name verspricht und war im Geschmack , in Konsistenz und Temperatur perfekt bis zu uns gekommen. Das ist auch eine Leistung bei 400 Gästen im Saal.
Das nun folgende Kalbsfilet mit Riesengarnelen auf grünem Spargel und Kartoffeltarte war ebenfalls heiß und schmeckte ganz vorzüglich.
Das Fleisch war butterzart und rosa, wie ich es liebe. Die Spargelköpfe zergingen förmlich auf der Zunge, was man von den Spargelstangen im Bündel leider nicht behaupten kann.
Das Dessert, eine Variation von Callebaut-Schokolade aus Schokokuchen, Schokoeis und Schokomousse erfüllte die Wünsche eines jeden Süßmauls (bin leider keins).
Der von uns gewählte Rotwein ein 2005er Veneto Merlot war ein leichter Wein passend zum Essen. Leider sahen wir keine Möglichkeit nach dem Essen die Qualität zu steigern.
So blieb uns aber die Vorfreude auf den zur Neujahrsbegrüßung gewählten Sekt, einen Spätburgunder Rose vom Weingut Schloss Proschwitz in Sachsen für 50,- € die Flasche.
Der für die Flaschengärung genannten Ort „Speyer\" war uns in Sachsen allerdings noch nicht aufgefallen.
Einziger Wermutstropfen, ein während des Essens, hektisch zwischen den Tischen herumrennender Mann, der offensichtlich die Kellner an die entsprechende Tisch dirigieren sollte. Manchmal wurde er aber von den Kellnern einfach nicht gesehen, so das einige von ihnen die offensichtlich schweren Teller an den erst besten Tisch abstellten.
Der Vorgang des Servieren war aber insgesamt so schnell, das bestimmt niemand ungeduldig wurde bzw. zu lange warten musste, bis der ganze Tisch sein Essen hatte.
Den Abend begleitete die Gala-Band, welche sich selbst als „Erholung vom Besten„ bezeichnet oder wie auch immer man „Rest of Best\" übersetzen kann.
Name hin oder her, sie beherrschten ihre Aufgabe souverän vom anfänglichen a capella Gesang, über die vom Hoteldirektor als „Löffelgesang\" bezeichnete Begleitmusik beim Essen, bis zum eigentlichen Tanz gab es weder am Repatoir noch an der Qualität zu meckern, im Gegenteil wir fühlten uns erstklassig unterhalten.
Nach Mitternacht gelang es der Band, dem inzwischen kleiner werdenden Publikumskreis mit gehobener Stimmungsmusik richtig einzuheizen.
Eigentlich wollte niemand „Rest of Best\" wirklich verabschieden. Gegen 2.30 Uhr gelang es ihnen aber sich mit lustigen Tricks den Fängen ihrer Fans zu entreißen.
Der in Licht- und Lautstärke nicht zu übertreffende Höhepunkt des Abends, das musikalisch begleitete Feuerwerk des Hotels ließ für uns als Gäste fast eine Viertelstunde lang die eigentlich schöne Silhouette von Dresden in einem Lichter- und Musikmeer versinken.
Einfach berauschend schön und betäubend gewaltig.
Der anschließende Mitternachtsimbiß hielt, was er verspricht, deftige Kleinigkeiten Warme und Kalte, Würzige und Süße, also für jeden was und das auf zwei üppigen Buffets im Foyer, welche selbst bis um 02.00 Uhr, immer wieder aufgefüllt und erst um 03.00 Uhr als wir das gastliche Haus verließen abgeräumt wurden.
Wir sagen einfach Dankeschön.
Mit freundlichen Grüßen
Olaf Voge
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